Fokus-Magazin: Stabwechsel im Präsidium der Stiftung Pro Pallium

Nach drei Jahren als Präsident der Stiftung Pro Pallium übergab Dr. Beat Sottas per 1. Juli 2025 das Präsidium an Jim Wolanin. Damit ging eine prägende Phase der strategischen Weiterentwicklung zu Ende – und eine neue begann: auf einem starken Fundament entsteht neue Dynamik.

Von links: Jim Wolanin (neuer Stiftungsratspräsident), Dagmar Domenig (neue Vize-Stiftungspräsidentin) und Beat Sottas (ehemaliger Präsident)

«Bei Pro Pallium geht es um Menschlichkeit, Solidarität und Versorgungsgerechtigkeit – alles Werte, die mich ansprechen und für die ich mich gerne in meiner Freizeit einsetze», sagt Jim Wolanin, seit 1. Juli 2025 neuer Stiftungsratspräsident von Pro Pallium. Der Geschäftsführer des Zentrums für Soziales in Luzern ist seit 2023 Mitglied des Stiftungsrats bei Pro Pallium.

«Unsere wertschätzende und verantwortungsbewusste Arbeitskultur möchte ich unbedingt aufrechterhalten.»
(Jim Wolanin, neuer Stiftungsratspräsident)

In sein neues Amt bringt Jim Wolanin rund 20 Jahre Führungserfahrung und ein breites Netzwerk im Sozial- und Gesundheitswesen mit. Mit dem Thema Palliative Care ist er schon länger verbunden: 2014 gehörte er zum Gründungsstiftungsrat des Hospiz Zentralschweiz. Zudem war er über zehn Jahre Vorstandsmitglied des Spitex Kantonalverbandes Luzern, vier davon als Präsident. Nun möchte er sein Engagement für die Stiftung erweitern: «Pro Pallium bietet unkomplizierte Unterstützung von Mensch zu Mensch und leistet eine unheimlich wertvolle Arbeit.» In seinem persönlichen Umfeld habe Wolanin erfahren, wie ohnmächtig man sich fühle, wenn eine solche Unterstützung fehlt. «Mit der Übernahme des Stiftungspräsidiums möchte ich meinen Beitrag zur Entlastung von Familien mit schwerstkranken Kindern zu Hause weiter verstärken.» Dabei setzt der dreifache Familienvater auf eine bewährte Strategie: Teamwork. «Ich freue mich enorm, mit einem motivierten Team die strategischen Weichen für die Stiftung zu stellen und so die grösstmögliche Wirkung zu erzielen.» Wichtig sei ihm in der Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle vor allem, dass das vielfältige Know-how bestmöglich auf die Entlastung von Familien mit unheilbar kranken Kindern im Alltag ausgerichtet werde – dabei stelle auch ein positives Arbeitsklima eine wichtige Rolle. «Unsere wertschätzende und verantwortungsbewusste Arbeitskultur möchte ich unbedingt aufrechterhalten.»

Rückblick auf eine erfolgreiche Amtszeit
Jim Wolanin übernahm das Amt von Beat Sottas, der seit 2018 Mitglied des Stiftungsrats und seit 2022 dessen Präsident war. Im Auftrag des Stiftungsrats hat er die strategische Neuausrichtung von Pro Pallium konzipiert sowie die Reorganisation der Geschäftsführung eng begleitet und erfolgreich vorangetrieben. Der Freiburger hatte Stiftungsgründerin Christiane von May mehrere Jahre beratend und operativ unterstützt, bevor er das Amt nach Ihrem Rücktritt übernahm. «Jetzt möchte ich kürzertreten und mich im Stiftungsrat vorübergehend auf den Wissenstransfer konzentrieren», sagt Sottas. Trotz seines Rücktritts bleibt er der Stiftung weiterhin eng verbunden: So übernimmt er die Organisation des Fachsymposiums am 21. November 2025 und setzt sich auf politischer Ebene für Pro Pallium ein.

«Pro Pallium hat sich in den vergangenen drei Jahren enorm weiterentwickelt und professionalisiert.»
(Beat Sottas, ehemaliger Stiftungsratspräsident)

«Pro Pallium hat sich in den vergangenen drei Jahren enorm weiterentwickelt und professionalisiert, die Stiftung darf sich auf ein Team mit viel Know-how und Tatendrang verlassen.» Gleichzeitig seien die Nähe und unkomplizierten Kommunikationswege bestehen geblieben, das sei sehr gewinnbringend. Und was nimmt Beat Sottas persönlich aus seinem Engagement mit? «Nach vielen Jahren in der Bundesverwaltung sowie in Forschung, Lehre und Beratung war die Arbeit für Pro Pallium ‹hands on›: Ich habe es geschätzt und es war für mich sehr bereichernd, Menschen zu treffen, die sich ganz konkret für die Familien mit schwerstkranken Kindern zu Hause engagieren. Auch die Weiterbildungstage für die Freiwilligen waren für mich immer ein besonderes Highlight.» Für Pro Pallium wünscht sich der Versorgungsforscher angesichts der Zunahme betroffener Familien weiterhin ein gesundes Wachstum: «Ich hoffe, dass es dem Team gelingt, die Zahl der begleiteten Familien zu verdoppeln und schweizweit als Stimme für Familien mit schwerstkranken Kindern wahrgenommen zu werden.»

Erfolgreiche Weiterentwicklung
Veronika Hutter, Geschäftsführerin von Pro Pallium: «Gemeinsam mit Beat Sottas als Präsident des Stiftungsrates haben wir in den vergangenen drei Jahren intensiv an der Organisationsentwicklung von Pro Pallium gewirkt. Wie sich zeigt, mit grossem Erfolg. Ich bin sehr froh, dass er uns als Stiftungsrat erhalten bleibt und freue mich gleichzeitig auf die Arbeit mit Jim Wolanin, der mit seinen Erfahrungen und seinem Wissen ebenfalls sehr wichtige und fundierte Inputs in unsere Tätigkeit geben wird.»

Das Vizepräsidium des Stiftungsrats von Pro Pallium übernimmt Dagmar Domenig. Sie ist Präsidentin des Branchenverbandes der Dienstleister für Menschen mit Behinderung (INSOS) sowie Mitglied im Vorstand von Artiset, der Föderation der Dienstleister für Menschen mit Unterstützungsbedarf.